Direct Tracking ist Daisycons serverseitige Tracking-Methode, auch bekannt als Server-to-Server- oder S2S-Tracking. Damit können Sie Conversions erfassen, ohne ausschließlich auf clientseitige Pixel oder Browser-Cookies angewiesen zu sein. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie ein zuverlässiges serverseitiges Setup implementieren, einschließlich Hybrid-Tracking mit dem Synergy Pixel und optionaler gclid-Unterstützung für Google Shopping- und CSS-Kampagnen. Diese Funktionen helfen dabei, eine korrekte Attribution sicherzustellen, auch wenn keine Click ID verfügbar ist oder Parallel Tracking herkömmliche Tracking-Methoden einschränkt.
Wichtig: Hybrid-Tracking ist erforderlich, sofern es technisch möglich ist. Kombinieren Sie Ihren Server-to-Server-Postback immer mit einem Synergy Pixel, damit Conversions auch dann korrekt zugeordnet werden können, wenn keine Click ID verfügbar ist. Diese Erweiterungen werden zunehmend wichtiger und haben bereits nachweislich zu Performance-Steigerungen von 10 % oder mehr geführt. Wenn Sie Google Shopping- oder CSS-Kampagnen einsetzen, empfehlen wir außerdem dringend, den gclid-Parameter in Ihren Postback aufzunehmen. Herkömmliche Tracking-Lösungen werden zunehmend an Performance verlieren, da Google Parallel Tracking für Google Shopping-Traffic weiter ausbaut.
Hinweis: Dieser Leitfaden richtet sich an technisch versierte Nutzer. Informationen zum standardmäßigen pixelbasierten Tracking finden Sie unter Implementing the Conversion Pixel.
Wie Server-to-Server-Tracking funktioniert
- Generierung der Click ID: Daisycon generiert eine eindeutige Click ID, anstatt sich auf herkömmliche Cookies zu verlassen.
- URL-Parameter: Die Click ID wird als Parameter an die URL angehängt. Sie können diesen Wert anschließend in einem Cookie, Local Storage oder Ihrer eigenen Datenbank speichern.
- Übermittlung der Conversion: Sobald eine Conversion stattfindet, ruft Ihr System die Postback-URL von Daisycon auf und übermittelt dabei die gespeicherte Click ID.
- Attribution der Transaktion: Daisycon verwendet die Daten aus dem Postback, um die Conversion dem richtigen Publisher zuzuordnen.
Die meisten Drittanbieter-Tracking-Plattformen, beispielsweise Tune, Cake oder Post Affiliate Pro, unterstützen die Verarbeitung von Click IDs und Postbacks. Individuelle Implementierungen sind ebenfalls möglich.
Wichtig: Als Advertiser sind Sie dafür verantwortlich, dass Click IDs korrekt gespeichert und übermittelt werden. Wenn Ihr Attributionsmodell vom Daisycon-Modell abweicht, das auf Last Click mit einer Gültigkeit von 100 Tagen basiert, sollten Sie dies deutlich in Ihrer Kampagnenbeschreibung angeben.
Implementierungsanleitung
Grundlegende URL-Struktur
Ergänzen Sie Ihre Landingpages um die gewünschten URL-Parameter und den erforderlichen Click ID-Parameter:
https://advertiser.com/?clickid=%DCI%&utm_source=daisycon&utm_medium=affiliateStellen Sie sicher, dass der Click ID-Parameter in allen relevanten Werbemitteln vorhanden ist, einschließlich Produktfeeds und Deeplinks. Der Daisycon Support kann Ihre Implementierung bei Bedarf prüfen. Wir empfehlen dringend, den Click ID-Parameter als ersten URL-Parameter zu platzieren.
Struktur der Postback-URL
Verwenden Sie den Direct Tracking-Endpunkt /d/ anstelle des Pixel-Endpunkts /t/ und übermitteln Sie die erforderlichen Parameter:
https://[matching_domain]/d/?ci=[campaign_id]&dci=[click_id]&a=[amount]&ti=[transaction_id]&r=[revenue]&pn=[description]&iv=[description_internal]&c=[country_code]Zuverlässigkeit mit Hybrid-Tracking verbessern
Standardmäßiges Server-to-Server-Tracking basiert vollständig auf der Click ID beziehungsweise DCI. Diese Kennung ist zum Zeitpunkt der Conversion jedoch nicht immer verfügbar. Um die Zuverlässigkeit zu verbessern, bietet Daisycon ein Hybrid-Tracking an. Dabei wird der Postback mit einem schlanken, datenschutzfreundlichen clientseitigen Pixel kombiniert, dem Synergy Pixel.
Das Synergy Pixel sendet eine eindeutige Referenz auf Transaktionsebene vom Browser an Daisycon. Wenn beim Auslösen des Postbacks keine Click ID vorhanden ist, kann diese Referenz dennoch verwendet werden, um die Transaktion dem richtigen Publisher zuzuordnen. Alle übrigen Produkt- und Transaktionsdaten werden serverseitig verarbeitet.
Wann Hybrid-Tracking verwendet werden sollte
- Sie verwenden Direct Tracking über einen serverseitigen Postback.
- Sie möchten die Attributionsrate in Szenarien mit Datenschutzbeschränkungen oder geräteübergreifenden Customer Journeys verbessern.
- Sie können eine persistente Transaktionsreferenz erzeugen, beispielsweise eine Bestellnummer oder Cart ID.
- Sie verwenden Post-View-Tracking, das ohne Cookies arbeitet und deshalb keine DCI verwenden kann.
So funktioniert es
- Sie lösen ein schlankes Synergy Pixel im Browser aus, sobald die Transaktion erstellt wird.
- Dieses Pixel sendet eine eindeutige Referenz an Daisycon, beispielsweise
ref=123456. - Dieselbe Referenz wird in Ihrem serverseitigen Postback über den Parameter
refmitgesendet. - Wenn keine Click ID vorhanden ist, verwendet Daisycon diese Referenz, um die Transaktion zuzuordnen.
Hinweis: Das Synergy Pixel muss immer zusammen mit Ihrem serverseitigen Postback verwendet werden. Es erfasst Conversions nicht eigenständig. Post-View-Attribution funktioniert ohne das Synergy Pixel nicht.
Implementierung
Ein typisches Beispiel sieht wie folgt aus:
https://[tracking_domain]/tr/?ci=[campaign_id]&ref=[order_id]Ersetzen Sie {{order_id}} durch Ihre Variable für die Transaktionsreferenz, beispielsweise eine Bestellnummer oder Cart ID. Der Wert muss persistent und eindeutig sein. Dieses Tag sollte einmal pro Transaktion ausgelöst werden, entweder auf der Bestätigungsseite oder unmittelbar nachdem der für die Referenz verwendete Wert generiert wurde.
Verwenden Sie denselben Wert im Server-to-Server-Postback über den Parameter ref. Der Postback muss für jede Conversion ausgelöst werden, einschließlich Conversions ohne Affiliate-Attribution und Conversions ohne DCI beziehungsweise Click ID:
https://[matching_domain]/d/?ci=[campaign_id]&dci=[click_id]&ref=[order_id]Dadurch kann Daisycon beide Signale miteinander verknüpfen und die Attribution auch dann verbessern, wenn die Click ID fehlt oder entfernt wurde.
Hinweis: Das oben gezeigte Beispiel ist eine vereinfachte Version. Ihr Partner Manager kann Ihnen den vollständigen Code für das Synergy Pixel zur Verfügung stellen.
Zukunftssichere Unterstützung für Google Shopping- und CSS-Kampagnen
Wenn Sie Google Shopping oder Comparison Shopping Services (CSS) nutzen, können Sie die Attribution verbessern, indem Sie die Google Click ID gclid in Ihrem Server-to-Server-Postback übermitteln. Dadurch kann Daisycon Transaktionen besser mit Affiliate-Klicks verknüpfen, wenn Redirects aufgrund von Parallel Tracking oder der Kampagnenkonfiguration umgangen werden.
gclid speichern
Prüfen Sie auf der Landingpage, ob ein gclid-Parameter vorhanden ist. Speichern Sie diesen Wert nur, wenn zusätzlich mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
- Die URL enthält
utm_source=daisycon. - Die URL enthält eine gültige Daisycon Click ID, beispielsweise
clickid=oderdci=.
Dadurch verhindern Sie, dass nicht zu Daisycon gehörender Google Ads-Traffic das Affiliate-Tracking beeinflusst. Wir empfehlen, den Wert in einer separaten Variable wie dcgclid zu speichern. So vermeiden Sie, dass andere Systeme, die den standardmäßigen gclid-Wert verwenden, überschrieben oder beeinträchtigt werden.
Postback-Beispiel mit gclid
Übermitteln Sie den gespeicherten Wert in Ihrem serverseitigen Aufruf über den Parameter gclid:
https://[matching_domain]/d/?ci=12345&dci=[click_id]&ref=[order_id]&gclid=[dcgclid]Diese Erweiterung wird dringend empfohlen, wenn Sie Kampagnen über Google Shopping oder CSS-Anbieter betreiben.
Von Pixel-Tracking zu Server-to-Server-Tracking wechseln
Wenn Sie auf S2S-Tracking umsteigen möchten, beachten Sie die folgenden Best Practices für eine zuverlässige Migration:
- Übergangsphase: Wechseln Sie das Tracking nicht von einem Tag auf den anderen. Planen Sie ausreichend Zeit für gründliche Tests ein.
- Daisycon frühzeitig informieren: Kontaktieren Sie Ihren Daisycon Account Manager mindestens einen Monat vor der Umstellung. Dieser Vorlauf ist notwendig, um die Click ID-Implementierung korrekt vorzubereiten. Sobald S2S aktiviert wurde, funktioniert das bisherige pixelbasierte Tracking nicht mehr. Fehlende Click IDs führen dann zu verlorener Attribution.
- Paralleles Tracking: Lassen Sie Pixel- und S2S-Tracking während der Testphase parallel laufen. So können Sie überprüfen, ob alle Conversions korrekt erfasst werden.
- Kleine Abweichungen einplanen: Geringfügige Unterschiede bei der Attribution können auftreten, insbesondere bei geräteübergreifenden oder browserübergreifenden Customer Journeys. Solche Unterschiede sind normal und können je nach Publisher variieren.
- Vergütung bei Bedarf anpassen: Beobachten Sie die Performance-Kennzahlen. Wenn wichtige Publisher aufgrund der Tracking-Änderung einen niedrigeren EPC erzielen, kann eine vorübergehende Erhöhung der Vergütung sinnvoll sein.
Mit diesen Schritten tragen Sie dazu bei, auch nach der Einführung von Server-to-Server-Tracking mit Daisycon eine zuverlässige und konsistente Attribution sicherzustellen.
Fazit
Durch die Kombination von Server-to-Server-Tracking mit dem Synergy Pixel und gclid-Unterstützung schaffen Sie ein zuverlässiges und zukunftssicheres Attributions-Setup. Dadurch bleibt die Kampagnenperformance auch bei zunehmenden Einschränkungen durch Browser und Plattformen möglichst stabil. Dieses Setup wird allen Advertisern empfohlen, die Daisycon nutzen.